Windows-Client: Kameras am PC und Rekorder anbinden
Manche Kameras lassen sich nicht aus dem Internet erreichen – etwa eine USB-Kamera am Bürorechner, ein Rekorder (NVR) im Baucontainer oder eine IP-Kamera, die nur im örtlichen Netz hängt. Dafür gibt es den BauLapse Agent: ein kleines Windows-Programm, das die Bilder vor Ort abholt und in Ihr Projekt hochlädt.
Einrichten in drei Schritten
- 1. Client herunterladen (Konto › Windows-Client) und auf dem PC starten, der die Kameras sieht. Die Einrichtung läuft in wenigen Sekunden durch, legt ein Symbol auf den Desktop und richtet alles Nötige ein – Administratorrechte braucht sie nicht.
- 2. Der Client zeigt einen achtstelligen Code. Diesen im Portal unter Gerät aktivieren eingeben, Rechnernamen prüfen, Gerät benennen, bestätigen – der Client verbindet sich von selbst. Eine Serveradresse tippen Sie nirgends ein, und ein Passwort gehört nicht auf den Baustellenrechner.
- 3. Im Client auf „+ Kamera hinzufügen“ – fertig.
Der Code gilt 15 Minuten; danach holt der Client auf Knopfdruck einen neuen.
Noch schneller: Wenn wir das Gerät für Sie einrichten, laden Sie unter Geräte ein fertiges Paket herunter – Client und Zugang in einer ZIP-Datei. Entpacken, starten, fertig; ein Code entfällt. Behandeln Sie diese Datei wie einen Schlüssel und geben Sie sie nicht weiter.
Danach läuft alles von selbst; der Client startet auf Wunsch mit Windows und liegt im Infobereich neben der Uhr.
Webcam hinzufügen – direkt im Client
„+ Kamera hinzufügen“ öffnet einen Dialog, der die am PC angeschlossenen Kameras auflistet. Sie klicken eine an, und rechts erscheint sofort ein Vorschaubild – so sehen Sie noch vor dem Anlegen, ob es die richtige Kamera ist und wie das Bild aussteht.
Dann nur noch Name, Projekt und Takt bestätigen und auf Kamera anlegen klicken. Die Kamera entsteht dabei im Portal und nimmt sofort auf – ein Umweg über die Weboberfläche ist nicht nötig.
Oder im Portal anlegen
Denselben Weg gibt es auch über die Weboberfläche: Projekt öffnen → Kamera hinzufügen → als Bildquelle „Windows-Client holt das Bild vor Ort“ wählen, Gerät und Adresse eintragen. Takt, Zeitfenster, KI-Erkennung und Aufbewahrung stellen Sie danach wie bei jeder anderen Kamera ein.
Weitere Quellen
- Rekorder/NVR (RTSP): im selben Dialog „Rekorder / NVR / IP-Kamera“ wählen und die Stream-Adresse eintragen, z. B.
rtsp://benutzer:passwort@192.168.1.64:554/Streaming/Channels/101(steht im Handbuch des Rekorders). - Snapshot-URL im lokalen Netz: z. B.
http://192.168.1.64/cgi-bin/snapshot.cgi, Benutzer und Passwort in der Adresse.
Auch hier gilt: erst Testbild holen, dann anlegen. Für Webcams und Rekorder wird ffmpeg benötigt – fehlt es, bietet der Client in den Einstellungen an, es selbst herunterzuladen und einzurichten.
Takt und Nachtbetrieb
Den Aufnahmetakt stellen Sie im Portal ein wie bei jeder anderen Kamera – tagsüber, nachts, Wochenende. Der Client hält sich daran und fragt alle fünf Minuten nach Änderungen.
Aus dem Portal steuern
Unter Konto › Windows-Client können Sie jedes Gerät fernsteuern, ohne jemanden zum Baustellenrechner zu schicken: Konfiguration neu laden, jetzt aufnehmen, Aufnahme starten oder anhalten, Protokoll anfordern (Sie sehen die letzten Zeilen direkt im Portal) und Client neu starten. Der Befehl wird innerhalb weniger Sekunden abgeholt; daneben steht anschließend das Ergebnis.
Kein Netz auf der Baustelle?
Kein Problem: Bilder werden auf dem PC zwischengespeichert und automatisch nachgereicht, sobald die Verbindung wieder steht (Standard 512 MB Puffer, einstellbar).
Was kostet das?
Nichts zusätzlich. Eine Kamera über den Windows-Client zählt wie jede andere Kamera gegen Ihr gebuchtes Paket – es gibt keine gesonderte Lizenz und keine Zusatzkosten. Ist das Paket ausgeschöpft, erscheint dieselbe Meldung wie beim Anlegen jeder anderen Kamera.
Leitstelle
Wird das Gerät als „Leitstelle“ angelegt, meldet der Client neue Alarme mit Ton und Hinweis auf dem Bildschirm – auch wenn kein Browser offen ist. Beides zusammen (Aufnahme und Leitstelle) ist möglich.
Warnt mein Virenscanner?
Möglich: Das Programm ist neu und nimmt Bilder auf – manche Scanner warnen bei unbekannten Dateien grundsätzlich. Die veröffentlichte Version ist signiert; erscheint trotzdem eine Meldung, melden Sie sich kurz beim Support, bevor Sie etwas freigeben.